Schöner älter werden?! Hyaluronunterspritzung, Filler, Botox.

Meine Einstellung zur Schönheitschirurgie oder auch zu den weniger invasiven Varianten der ästhetischen Dermatologie wie Botox und Fillern war immer schon eher … nunja, lässig. Leben und leben lassen, das gilt bei mir auch für dieses Thema. Jede(r) darf nach seiner Facon glücklich werden. Oder schön. Natürlich – muss ich das überhaupt dazu sagen? – bin ich kein Fan von aufgespritzten Lippen à la Ohoven, aufgeblähten Dolly-Parton-Brüsten oder völlig lebloser Mimik. Aber das Altern ein wenig bremsen, auf eine sanfte natürliche Art – warum nicht? Wer das nicht will, wer kein Problem mit Falten, Fältchen und anderen Alterserscheinungen hat – prima, auch okay!

Hyaluronunterspritzung im Selbsttest

Angst? Das Gefühl, es wäre „noch nicht nötig“, unpassend, übertrieben? Ich weiß es nicht.

Mini-Facelift gegen Knitterfalten

Aber so saß ich da, führte das vorbereitende und über die Risiken aufklärende Gespräch. Bekam die Haare unter ein Häubchen gesteckt und die Haut mit einer Spezialcreme betäubt. Ich war so gespannt, dass ich nicht mal nervös war! Nur die kleinen Kräuselfältchen am Mund sollten verschwinden und vielleicht diese kleinen, nach unten weisenden Kerben in den Mundwinkeln, die manchmal so traurig aussahen. Nicht mehr. Ganz natürlich. Lieber zu wenig als zu viel. Der Dr. hörte genau zu, setzte an und spritzte mir insgesamt 1 ml Hyaluron unter die Haut. Es tat kaum weh, und nach fünfzehn Minuten war alles vorbei. Von der Behandlung war kaum etwas zu sehen. Aber das würde sich erst noch entwickelt, wurde mir vom Dr. gesagt, in 14 Tagen etwa wäre das Ergebnis dann optimal und solle bis zu 1 Jahr halten. Und falls (unwahrscheinlicherweise) etwas wäre:

Hyaluronunterspritzung, Botox, Filler & Co: mögliche Nebenwirkungen

… die ich auf dem Nachhauseweg per Bahn fast genutzt hätte: Meine Lippen schwollen an, an den Mundwinkeln zeigten sich Hämatome! Man hatte mir gesagt, dass es zu diesen – reversiblen – Nebenwirkungen kommen könnte. Aber jetzt waren sie tatsächlich da: Mir wuchs ein Meg-Ryan-Mund, ein Froschmaul, oh Schreck! Das Internet, das ich während der Heimfahrt per Smartphone bemühte, spuckte mir nur Horrormeldungen aus: von misslungenen Fillerbehandlungen, „verrutschten“ Unterspritzungen, von unerwünschten Hyaluron“beulen“ … das WWW lieferte mir die volle Ladung an gruseligsten Nebenwirkungen. Ich bereute die Behandlung zutiefst und schwor, nie wieder …
Zwei Tage später war der Spuk vorbei, die Hämatome weg und die Schwellungen zurückgegangen. Zurück blieb: mein Mund, nicht voller, nicht schmolliger – nur ohne Fältchen. Wow.
Gemerkt hat das Ganze übrigens niemand. Nicht mal meine Familie. Nur ich. Und ich fand meinen Mund nun einfach wieder hübscher. Und jünger. Ohne, dass er sich verändert hätte. Mir gefiel er einfach besser. Dass so wenig eine doch so große Wirkung haben würde!

Hyaluron-Filler: Würde ich es noch mal machen?

Ein Jahr später habe ich es wieder getan. Und meine kleinen Kräuselfältchen, die nach rund 9 bis zehn Monaten wiederaufgetaucht waren. Wieder wurde eine kleine Menge Hyalorun gespritzt, dies mal ein neues Produkt, das noch feiner und dünnflüssiger ist. Mit dem Erfolg, dass die Nebenwirkungen diesmal fast gegen null gingen. Natürlich hatte ich auch diesmal leichte Schwellungen, ohne die Panik allerdings, denn ich wusste, sie gingen vorbei.
Warum ich das hier schreibe? Ich gebe zu, dass mich der Beitrag durchaus Mut kostet – aber vermutlich hat das Thema mich genau deshalb gereizt. Mein Anliegen ist es, das Thema aus der „Scham-Ecke“ zu holen, in dem es in Deutschland immer noch steckt. Graue Haare färben ist okay, Zähne bleachen, Besenreiser veröden, überflüssige Härchen entfernen ebenso. Selbstverständlich schminken wir uns, röten unsere Lippen und Wangen künstlich, schwärzen unsere Wimpern. Aber sobald eine Spritze ins Spiel kommt, schieben wir lieber einen ausgedehnten Urlaub vor oder die Farbberatung, die uns so frisch und jung aussehen lässt. Oder die berühmten guten Gene.

Qualität & Preise bei Hyaluronunterspritzungen und Fillern

Wichtig bei all dem sind vor allem die richtigen Produkte und der richtige Behandler. Produkte renommierter Pharmaunternehmen sind auf jeden Fall vorzuziehen, weil dahinter immer auch umfassende Forschung und Entwicklung stecken. Was du auf keinen Fall tun solltest, ist Filler im Internet zu bestellen und sie zur Behandlung einfach mitzubringen. Ein verantwortungsvoller Arzt wird auf dieser Basis ohnehin nicht arbeiten. Billiger mag es sein, aber um welchen Preis! Bei online bestellten Produkten weiß man nie, wie sie gelagert und ob Kühlketten eingehalten wurden etc. Das Risiko massiver Nebenwirkungen steigt damit immens. Eine Fillerbehandlung, bei der 1 ml Hyaluron gespritzt wird, kostet zwischen 200 bis 450 Euro (je Region und Produkt). Eine Behandlung, die günstiger als 200 Euro ist, sollte auf jeden Fall stutzig machen.